Norwegenfreizeit 2015

von Pfila (Kommentare: 0)

Warum wir Elche nur als Salami gesehen haben

Mit dem Slogan „Abenteuer Norwegen“ lockten Thomas, Heidurn, Christoph, Simone und Matze bereits vor ziemlich genau einem Jahr. Am 7.August 2015 war es dann endlich soweit, 10 müde Gestalten trafen sich mit den 5 genauso müden Mitarbeitern und 5 für die frühe Abfahrtszeit schon überraschend wachen Kindern, um auf die zweiwöchige Sommerfreizeit des CVJM Renningens nach Norwegen zu fahren. Nach der anstrengenden Fahrt mit Auto und Fähre kamen wir mitten in der Nacht in Norwegen an und übernachteten im Freien. Am ersten Morgen dort konnten wir Norwegen beim Frühstück an einem wunderschönen See gleich von seiner besten Seite erleben. Doch auch nachdem wir unser typisch norwegenrotes Ferienhaus in der Nähe von Stavanger bezogen hatten, kam das versprochene Abenteuer nicht zu knapp. Bei der 3km Wanderung um den See, die dann doch etwas länger und auch nicht nur Berg ab war, kamen alle ins Schwitzen. Obwohl wir fast jeden zweiten Tag wandern waren, haben wir leider nie einen Elche gesehen. Denn wir waren egal wie lange wir gelaufen sind immer nur in einer kleinen Region am Fjord unterwegs, wo Elche nur sehr selten sind. Zum Trost haben wir die Möglichkeit genutzt, stattdessen wenigstens Elchsalami und Elchsfelle als Andenken mit nach Hause zu nehmen. Generell scheinen Norweger gern zu wandern, jede Sehenswürdigkeit, von Månafossen bis Preikestolen war mit mehrstündigem Fußmarsch verbunden. Was Norweger sonst noch so gerne haben und was nicht erfuhren wir nicht nur durch Heidruns allmorgendlichen kurzen Norwegisch Kurs, durch den von ihr hergestellten Kontakt zur örtlichen Jugendgruppe konnten wir uns selbst mit den Norwegern austauschen und anfreunden. Dadurch wurde die Freizeit nicht nur ein Bereisen, sondern auch ein Kennenlernen Norwegens und ein Verstehen der Kultur. Dort ist es zum Beispiel normal, jeden Morgen über eine Stunde in die Schule oder Arbeit zu fahren, da viele in kleinen Dörfern wohnen und das ganze Land sehr weitläufig ist. Diese Weite wurde uns vor allem beim Kanufahren bewusst, als wir jeden Meter durch pure Muskelkraft vorankommen mussten. Ein paar mutige badeten sogar in den doch recht frischen Seen, denn zum Glück hatten wir die wärmsten Wochen des norwegischen Sommers erwischt (bis zu 20°C). Als Ausgleich zu dem sehr sportlichen Programm haben wir auch einen Ausflug in eine der größten Städte Norwegens, das nahe gelegene Stavanger unternommen. Dort konnte man endlich mal ausgiebig einkaufen, auch wenn die norwegischen Preise teils ernüchternd waren (~5€ für eine Tafel Schokolade!) und es für uns alle nach der Zeit im Gijia ungewohnt war, so viele Menschen auf einem Haufen zu sehen. Für die Zeit im Haus gab es durch die Kurzfilmprojekte in Kleingruppen, den Wii-Raum, den nahen See, die Neigungsgruppe Blaubeeren sammeln, den Impulsen am Abend und die immer fröhlichen und spielfreudigen Kinder auch genug zu tun, sodass einem nie langweilig wurde. Durch das tolle Programm verging die Zeit wie im Flug, doch leider kam auch der Tag des Abschied Nehmens, was uns allen sehr schwer fiel. Durch die tolle Gruppenzusammensetzung hatte sich ein starkes Gemeinschaftsgefühl entwickelt, durch das uns alle diese einzigartige Freizeit immer als äußerst positiv in Erinnerung bleiben wird. Einen herzlichen Dank an dieser Stelle nochmal an die Mitarbeiter, die uns die Freizeit überhaupt erst ermöglicht haben.

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